Zusammenfassung Kanada

Nach fast genau 2 Monaten verlassen wir nun Kanada und reisen über Maine in die USA ein.

Hier mal ein kleiner Überblick was wir für Eindrücke gesammelt haben.

Als erstes müssen wir erwähnen, dass wir mit vielen Kanadiern sehr positive Erlebnisse hatten und fast immer alle sehr freundlich und hilfsbereit gegenüber Reisenden sind.

Als Highlight sehen wir definitiv Neufundland. Das war sehr abwechslungsreich und wurde nie langweilig. Labrador war dagegen eher sehr eintönig.

Da wir schon am Anfang Mai unterwegs waren hatte dies einige Vorteile sowie auch Nachteile. Ein Vorteil waren die ganz wenigen Touristen. Wir waren an manchen Orten sogar die ersten Touris der Saison. Als Nachteil waren teilweise die nichtzugänglichen Wanderwege. Das war manchmal schade. Vor- und Nachteil war das Wetter. Es war noch sehr kalt am Anfang, dann kam der Regen dazu und am Ende noch der Nebel. Also von 7 Tagen in der Woche war es sicherlich 4 Tage schlechtes Wetter. An die Kälte haben wir uns dann langsam gewöhnt, aber der Regen war schon störend, da man ja auch mit dem Van unterwegs ist und keinen richtigen Unterschlupf hat. Wären wir später hier gewesen, hätten wir aber die schöne Winterlandschaft und die Eisberge verpasst. Das war eines unserer schönsten Erlebnisse hier. Jetzt wo es langsam warm wird, kommen die Mücken auch mit einem Schlag raus und das kann sehr unangenehm werden. Deren Bisse jucken tagelang. Echt mies. Das sollte man auf jeden Fall beachten, wenn man einen Urlaub in Kanada plant.

Manche fragen sich vielleicht schon, warum wir denn so schnell unterwegs sind? Wir haben ja 2 Jahre geplant. Ja, das ist richtig. Wir haben dafür auch mehrere Gründe, die ich kurz mal auflisten will.

  1. Nach 2 Monaten schlechtem Wetter haben wir die Nase voll und möchten endlich Sommer haben!!!
  2. Wir haben für Kanada und USA zusammen eine KFZ Versicherung von nur 6 Monaten. Also war geplant 3 Monate Kanada und 3 Monate USA.
  3. Kanada ist nicht unsere Reisedestination Nummer 1, deshalb sind wir schon nach 2 Monaten mit unseren Must Sees fertig. (die Westküste wäre für uns interessanter gewesen als die Ostküste)
  4. Kanada ist relativ teuer, deshalb sparen wir uns lieber das Geld und werden ab Mexiko dann auch etwas langsamer Reisen und uns mehr Zeit lassen an schönen Orten.
  5. In den USA werden wir auch einen straffen Plan haben, da wir immer möglichst viel sehen möchten und nur 90 Tage Zeit haben. Aber uns macht das auch Spaß so. Wir stehen relativ früh auf (ca. 7 Uhr) und sind auch bis 18 Uhr fast immer unterwegs. Da kann man viel erleben.

Mit unserer EMMA sind wir auch total zufrieden. Es macht Spaß so zu reisen. Auch auf so kleinem Wohnraum geht das prima. Am Innenausbau selbst haben wir noch nichts zu meckern, außer ein paar Kleinigkeiten, die man noch verbessern könnte. Die Standheizung hat uns immer gute Dienste geleistet. Und nach 10 000 km in 2 Monaten schnurrt sie noch wie eine eins. Mit einem Verbrauch von rund 10 L//100km Diesel liegen wir auch drunter, mit dem was wir eigentlich gerechnet haben.

Hier noch ein paar Impressionen von den letzten Tagen in Kanada:

Zeitraum

28.04.2019 – 26.06.2019

Wetter

Durchschnitttemperaturen von ca. 7-10°C, viel Regen, aber teilweise auch sonnige Tage

Grenzübergang

Von Frankfurt nach Halifax eingereist

Visa

Touristenvisum 180 Tage

KFZ Versicherung

Thum Insurance für 6 Monate USA und Kanada (Sue Blood als Kontaktperson)

Route

Verschiffung von Emma ab Bremerhaven (Deutschland) nach Halifax (Kanada) mit Seabridge (ca. 2 Wochen unterwegs)

Nova Scotia – New Brunswick – Quebec – Labrador – Neufundland – Nova Scotia – New Brunswick

Gefahrene km

Ca. 10 000 km

Verkehr / Straßenverhältnisse

Im Großen und Ganzen gute Straßenverhältnisse. Jeder nimmt Rücksicht.

Labrador Highway war eine Katastrophe teilweise.

Tanken

Es gibt genug Tankstellen, aber wer Diesel tankt sollte aufpassen, das gibt es nicht an jeder Zapfsäule.

Währung / Geld

Kanadischer Dollar

Man kann fast überall problemlos mit Karte zahlen. Wir hatten keine Probleme.

Leute / Kommunikation

Wir waren sehr positiv überrascht von der Freundlichkeit und Offenheit der Kanadier. Das werden wir vermissen. In manchen Regionen ist der Dialekt extrem schwer zu verstehen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.

Wäsche

Es gibt fast überall Waschsalons mit Münzautomaten oder an Campingplätzen gibt es oft auch eine Waschmaschine und Trockner.

Essen / Supermärkte / Restaurants

In abgelegenen Regionen kann es schonmal vorkommen, dass kein Supermarkt oder Restaurant zu finden ist. Wir hatten meistens genug Vorrat eingekauft für mehrere Tage. Würde ich jedem empfehlen.

Glutenfrei Essen

In fast jedem Supermarkt gab es glutenfreies Brot und andere glutenfreie Produkte. Auch in vielen Restaurants gab es gekennzeichnete Speisen, die glutenfrei waren.

Stellplätze / Unterkünfte

Am Anfang haben wir uns noch sehr auf die iOverlander App konzentriert und haben danach unsere Route orientiert. Wir haben aber bald festgestellt, dass oft die aufgeführten Stellplätze nicht so toll waren und sind dann nach unserem Gefühl einfach weitergefahren oder haben zum Beispiel an Tankstellen nachgefragt, wo man denn hier gut und schön stehen kann in der jeweiligen Gegend. Das hat uns meistens mehr geholfen als eine App. Die Kanadier sind wirklich sehr bemüht einem zu helfen und auch immer interessiert was wir hier machen und warum wir hier sind. Manchmal ist es gar nicht so einfach etwas passendes zu finden, deshalb übernachten wir auch ab und zu auf Campingplätzen. Da nutzen wir dann die Gelegenheit und waschen unsere Wäsche und gehen warm duschen. Das ist mal eine schöne Abwechslung zwischendurch. Und in der Nebensaison ist es auch noch nicht allzu teuer. Worauf man noch achten sollte ist, wenn auf der Website der Campingplätze Öffnungszeiten angegeben sind und laut dieser Angabe die Camp Site saisonbedingt noch geschlossen hat, trotzdem einfach hinfahren. Meistens ist jemand vor Ort und man kann trotzdem dort stehen.

Dann gibt es auch noch die BIG STOP Truckerstellplätze an den Irving Tankstellen. An einer solchen haben wir uns das Prospekt mitgenommen und wo es so einen BIG STOP unterwegs gibt, stellen wir uns einfach zu den großen LKW`s. Dort gibt es meistens gutes Wifi und für 11.50 CAD kann man sich ein Badezimmer mit Dusche und WC gönnen. Diese sind sehr empfehlenswert da es immer sehr sauber ist und wir nichts Negatives gefunden haben.

Sicherheit

Wir haben uns an den Orten wo wir uns aufgehalten haben immer sicher gefühlt.

Telefon/Internet

Wir haben keine extra SIM Karte für Kanada gekauft, sondern über unseren Schweizer Anbieter jeden Monat ein Roamingpaket gekauft. Das kam günstiger als in Kanada Datenvolumen zu erwerben. Dazu kann man in vielen Restaurants oder Tim Hortons z.B. kostenlos Internet nutzen.

Apps

iOverlander, Google maps

Kosten allgemein

Wir fanden Kanada im Verhältnis teuer. Lebensmittel und Eintritte waren nicht ganz günstig. Dafür war der Diesel im Vergleich zu Deutschland um einiges preiswerter.

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