Washington

Für mich war Washington immer der Staat mit viel viel Wald und Holzfäller. Deshalb war ich überrascht als wir von Osten Richtung Westküste führen, dass es eher trocken und flaches Land war ohne viel Wald. Erst als wir näher Richtung Pazifikküste kamen, wurde es bergiger und grüner. Was wir noch zu Washington sagen können ist, es hat uns jetzt nicht gerade vom Hocker gehauen. Um Seattle rum die Gegend ist ganz nett, aber alles andere fanden wir nicht so spannend. Wir haben trotzdem ein paar schöne Erlebnisse gehabt.

San Juan Island

Wie ihr bereits mitbekommen habt, wenn ihr unseren Blog verfolgt, mögen wir es Wale zu beobachten. Ein Ort, an dem man weltweit wohl die besten Chancen hat, Orcas (Killerwale) zu sichten, sind die San Juan Islands im Nordwesten des Staates Washington. Das wollen wir uns doch einmal näher anschauen und erkundigen uns im Internet wie man am besten auf diese Inselgruppe kommt und was dort für Bootstouren angeboten werden.

Wir finden relativ schnell heraus, dass es eine Fähre (Washington State Ferry) gibt, die täglich mehrmals auf diese Inseln übersetzt. Als Fußgänger kann man auch einfach so, ohne vorbuchen mit einem Ticket auf jede der Inseln fahren für gerade mal 14 Dollar pro Person hin und zurück. Mit Auto sollte man vorher reservieren, da es nur begrenzt Plätze hat. Da wir nur eine Nacht dort verbringen wollen, lassen wir Emma am Hafen stehen und fahren als Fußgänger nach Friday Harbor auf die Insel San Juan. Von dort bieten mehrere Agenturen Walbeobachtungen an. Da muss man sich wieder entscheiden ob man lieber mit einem größeren Boot oder einem Zodiac fahren möchte. Wir finden die Zodiac Touren schöner, da es auch schneller voran geht und weniger Leute dabei sind. Die Agentur bei der wir gebucht haben heißt „San Juan Safaris“. Die Tour dauert 3.5h und wir sehen Seelöwen, Buckelwale und natürlich die Orcas. Wieder einmal eine sehr schöne Bootstour. So langsam werde ich (Sandra) auch seetauglich mit der Zeit. Ich muss schon gar keine Reisetabletten mehr nehmen.

Kurz zur Insel noch ein paar Worte. Der Ort Friday Harbor ist richtig süß. Schöne Geschäfte und Restaurants am Hafen, man kann sich einen Roller ausleihen um die Insel zu erkunden. Wir hatten eine sehr coole Unterkunft, die aussah wie eine Schiffskajüte. Leider ist es sehr teuer dort, sowohl Unterkünfte als auch das Essen. Aber für einen kurzen Ausflug sehr schön.

Auf den Spuren von Twilight (die Geschichte von Bella, Edward und Jacob)

Wenn man Richtung Olympic National Park fährt,kommt man gar nicht drumherum, die Orte aus der Twilight Saga zu besuchen. Als erstes kommt der Ort Port Angeles, wo Bella ihr erstes Date mit Edward beim Italiener hat oder im Buchladen stöbert. Ansonsten ein nettes Städtchen, aber nicht viel mehr.

Weiter geht es durch den Park. Wer noch nie Berge gesehen hat, für den ist es sicher interessant. Wir dagegen sind anderes gewohnt, denn der höchste Berg ist nicht mal 2000m. Deshalb fahren wir auch nur den Hurricane Ridge Drive und weiter nach Forks. Alles hier gehört zum Quileute Indianer Reservat, auch bekannt durch Twilight. Hier wohnt Bella mit ihrem Vater zusammen und geht zur Highschool. Am Visitor Center stehen zudem noch Bellas Trucks. Einmal, der wie im Buch beschrieben und der zweite wie im Film benutzt wurde. Im Visitor Center bekommt man alle Infos zu den Orten, die man hier besuchen kann. Man muss sich aber bewusst sein, dass es nicht die Filmorte sind, sondern eher was im Buch von Stephenie Meyer beschrieben wurde (Bella`s Haus, das Diner, die Schule, die Polizeistelle, das Krankenhaus, das Cullen Haus,…). Die meisten Filmszenen wurden nämlich in Kanada oder Oregon gedreht. Sogar der bekannte „La Push“ Strand ist woanders gefilmt worden.

Trotzdem lohnt sich ein Besuch dorthin. Es gibt einmal den wilden „Rialto Beach“ und in La Push den First, Second und Third Beach. Uns hat am besten der Second Beach gefallen. Durch ein Waldstück ca. 1.5 km kommt man zu diesem tollen Beach-abschnitt. Man kann dort auch mit einer Erlaubnis zelten. Das war unser erster Strand am Pazifik. Wuhuuuu….

Wir übernachten aber auf dem Mora Campingplatz in einem Waldabschnitt nahe dem Rialto Beach. Ein wunderschöner Platz mitten im Regenwald.

Am nächsten Tag fahren wir in den Hoh Rain Forest und laufen ein wenig durch den sagenhaften Wald. Riesige Bäume mit Moos behangen. Hier ist ein Gebiet wo es sehr viel regnet und deshalb dieser Regenwald entstanden ist. Traumhaft schön.

Weiter Richtung Süden entlang der Pazifikküste ist noch ein Ort, den ich besuchen wollte. Und zwar Aberdeen. Hier ist Kurt Cobain aufgewachsen und es gibt einen Memorial Park unter einer Brücke. Sein altes zu Hause kann man auch noch begutachten, was aber in Privatbesitz ist und man sich nicht so lange davor aufhalten sollte. Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht von diesem Park, da es nicht sehr gepflegt aussieht und auch kein schöner Ort war. Aberdeen selbst ist auch, wie soll ich sagen, heruntergekommen. Aber trotzdem schön mal zu sehen, wo der Sänger von Nirvana aufgewachsen ist. 

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