Quebec Provinz

Weiter geht die Fahrt Richtung Norden. Unser Ziel soll der See Saint Jean sein mit der St. Lawrence Bay, die bekannt für seine Fjordlandschaft und Walbeobachtungen ist.

Auf dem Weg dorthin wollen wir noch schnell tanken gehen, aber irgendwie gibt es an vielen Tankstellen kein Diesel sondern nur normales Benzin. Also müssen wir schon fast ein wenig zittern bis die nächste Tankstelle kommt an der es endlich auch Diesel gab. Glück gehabt. Wir sollten wohl doch mal unseren Reservekanister befüllen.

In der Stadt Saguenay übernachten wir dann sogar 2-mal hintereinander auf dem Walmart Parkplatz. Nicht sehr spektakulär, aber wir fühlen uns ganz sicher dort.

Im Fjord-du-Saguenay Nationalpark unternehmen wir eine Wanderung wo man die von Gletschern geformte Landschaft bestaunen kann.

Weiter geht es um den See herum nach Chambord wo wir in der Nähe das historische Dorf Val-Jalbert besuchen. Auch dies ist offiziell erst ab Anfang Juni geöffnet, aber wir dürfen trotzdem schon hinein und zahlen nur einen geringen Eintrittsbetrag. Normalerweise gibt es dort Schausteller, die sich wie früher ankleiden und das Dorf zum Leben erwecken. Wir fanden die ganze Anlage echt beeindruckend und interessant. Auch ein gewaltiger Wasserfall mit einem Wasserwerk kann man sehen und einen Fluss, der durch das ganze Dorf entlang fließt.

Gleich um die Ecke finden wir auch einen Campingplatz der sehr idyllisch im Wald liegt und gemütliche Stellplätze anbietet. 

Die Reise führt uns einmal um den ganzen See herum und auf die andere Seite der St. Lawrencebucht bis nach Tadoussac, der Ort von dem man mit dem Boot Walbeobachtungen durchführen kann.

Der See ist sogar an manchen Stellen Mitte Mai noch gefroren und bietet einen tollen Kontrast zum strahlend blauen Himmel und 20 Grad Sonnenschein.

Etwas schwer ist es auch hier einen geeigneten Stellplatz zu finden, da vieles noch geschlossen ist, aber wir finden einen kleinen Campingplatz bei einer Familie in Sacré Coeur, wo wir auch inoffiziell stehen dürfen. Auch hier bestätigt sich wieder einmal die Gastfreundschaft der Kanadier, denn wir dürfen in ihrem Wohnhaus das Badezimmer mitbenutzen und auch wenn sie nicht zu Hause sind lassen sie extra die Tür für uns auf.

Tadoussac ist ein kleiner recht touristischer Ort, aber mit Charme. Von hier aus starten die ganzen Bootstouren. Da noch schlechtes Wetter ist verweilen wir 2 Tage hier und besuchen mit unter anderem auch das Walmuseum. Sehr lohnenswert und informativ wie wir finden.

Eine Waltour steht natürlich auch an und wir buchen eine Tour auf einem Zodiac Boot für 90 CAD pro Person. Wasserfeste Kleidung bekommt man auch gestellt und los geht’s. Da wir uns in einem Marinepark befinden ist es den Booten nicht erlaubt zu nahe an die Wale heranzufahren. Wir haben aber trotzdem einige Mink Wale, Beluga Wale und Robben an der Küste gesichtet. Die wohl etwas größeren Walarten kommen erst im Sommer in diese Bucht zum fressen. Die Belugas sind die einzigen, die das ganze Jahr dort leben. Bis vor einigen Jahrzehnen war es auch noch erlaubt diese zu jagen. So ist der Bestand von 10 000 auf nur noch 850 geschrumpft. Leider!

Nun geht’s weiter an der Küste entlang Richtung Norden Quebecs. Wir kommen aber nur ca. 30 km, da wir zufällig einen schönen Campingplatz direkt am Meer entdeckt haben und spontan 2 Tage hierbleiben. Natürlich bauen wir auch unseren Walbeobachtungsplatz auf, aber haben leider kein Glück einen vor die Linse zu bekommen.

Außerdem machen wir eine geführte Kayaktour mit. Zu acht geht’s entlang der Küste rauf und runter. Wir sind eine lustige Truppe und es hat richtig Spaß gemacht.

Nach den erholsamen Tagen heißt es nun fahren, fahren und nochmal fahren. Die Strecken sind endlos lang und wandeln sich teilweise in Schotterpiste um. Das bedeutet unsere Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt ca. 60 km/h. Außer ein paar LKW kommt uns auch nicht viel entgegen.

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