Puffins

Puffins

Seit einigen Jahren schon bin ich auf der Jagd nach einem Foto dieser Vögel.

2017 habe ich es schon einmal in Schottland versucht aber ohne Glück.

Jetzt im Juni 2019 war es dann endlich soweit meine ersten Puffin Fotos.

Doch warum ist es so kompliziert ein gutes Foto dieser Vögel zu bekommen?

Als erstes sind sie „nur“ ca. 30cm groß. Gut, es gibt kleinere Vögel die man besser fotografieren kann. Warum ist es also noch so schwer? Ganz einfach, sie sind das ganze Jahr weit draußen auf dem nördlichen Atlantik. Leben fern ab von Küsten und Inseln. In kleinen Gruppen ziehen sie über die weiten des Ozeans und soweit bekannt haben die kleinen Puffin- Gruppen keine festen Gebiete.

Doch jedes Jahr im Frühling kehren Sie zurück an die Küsten des Nordatlantiks wie nach Kanada, Island, Schottland und Grönland um dort auf kleinen Inseln zu brüten. Dort suchen sie sich in Brutkolonien kleine Inseln die meist für den Menschen und andere Feinde unzugänglich sind. Hat sich einmal ein Puffin Paar gefunden hält diese Partnerschaft meist für Jahre. So legen Sie geschützt vor Feinden pro Saison nur ein Ei und brüten es gemeinsam aus. Wenn das Kleine dann groß genug ist, ziehen sie wieder hinaus auf die weiten des Ozeans und werden erst im nächsten Frühling wieder gesehen.

Puffins ernähren sich von kleinen Fischen, die sie in besonderer Fülle im Frühjahr in den Küstenabschnitten finden, aber auch auf dem offenen Ozean. Dort sind die Fischschwärme jedoch oft in tieferem Wasser unterwegs weshalb die Puffins bis zu ca. 150m tief tauchen können und bis zu einer Minute unter Wasser bleiben.

Von der Küste aus kann man die Puffins auf den Inseln nur erahnen. Sie sind sehr schnelle Flieger und wechseln wie aus dem Nichts die Flugrichtung. Man muss schon Glück haben und eine Insel oder ein Küstenabschnitt finden wo man nah genug an sie heran kommt um sie gut beobachten zu können.

Doch sollte man nie die Bedürfnisse der Puffins und der anderen Tiere vergessen die man beobachtet. Der Puffinbestand ging in der Vergangenheit stark zurück, da sowohl die Vögel als auch deren Eier vom Menschen gejagt/gesammelt wurden. Mittlerweile ist dies zum Glück verboten und gewöhnlich wird auch darauf geachtet, das man nicht zu nah an die Brutkolonien heran kommt, sodass sie nicht gestört werden.  Doch immer noch bildet der Mensch eine Gefahr für diese und andere Tiere durch die nächtliche Lichtverschmutzung und durch Plastikmüll in und um die Ozeane. Leider…

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