Nova scotia

05.05.2019: Wir sind startklar nachdem wir einen Tag den ganzen Bus ausgeladen und wieder neu einsortiert haben. Juhuuuuuuuu…….das war ein Akt.

Unsere Route führt uns entlang der Atlantikküste von Nova Scotia Richtung Cape Breton Island, wo sich der World famous Cabot Trail befindet.

Unser erster Übernachtungsspot war eine sogenannte informal Camp Site, ein Parkplatz wo man eben auch über Nacht stehen darf (wie z.B. an einem Startpunkt von einem Wanderweg oder von der Gemeinde erlaubte Stellplätze).

Was wir schonmal nach den ersten Tagen über die Kanadier sagen können ist, dass Alle, wirklich Alle, die wir bisher getroffen haben super super nett und hilfsbereit sind. Wir stehen momentan sogar auf einem Camp Ground, der noch nicht mal geöffnet hat, aber die Leute haben uns trotzdem reingelassen. Hier beginnt die Saison erst am 15.05.2019 so richtig.

Am nächsten Tag fahren wir an den Anfang des Cape Breton Nationalparks und übernachten außerhalb des Parks auf einem Campground, der eigentlich auch noch geschlossen hat. Aber wiedermal zeigt sich die Freundlichkeit der Kanadier, die uns wieder einmal reinlassen und wir haben auch die Möglichkeit Wäsche zu waschen für 2.50 CAD pro Maschine.

Früh am Morgen starten wir dann, um 2 Wanderungen im Park zu machen und stehen vor dem Infocenter das auch noch geschlossen hat und wir können kostenlos reinfahren, auch nicht übel.

Am Parkplatz des 1.Trail „Le Buttereau“ angekommen kommt uns eine Radfahrerin entgegen und weist uns mal nett daraufhin, dass Sie einen Bären am Fluss nicht weit von uns gesichtet hat. Ups, das fängt ja gut an, dachten wir nur so. Wir haben dann gleich unser Bärenspray griffbereit an den Rucksack gepackt und los gings mit einem etwas mulmigen Gefühl. Ich glaube soviel nach links und rechts in die Büsche haben wir noch nie auf einer Wanderung geschaut. Wir haben es aber überlebt und außer ein paar Eichhörnchen und Hasen ist uns nichts Lebendiges begegnet.

Der zweite Trail, „Skyelinetrail“ genannt, war ein etwas längerer Weg von 8.4 km wo man gute Chancen hat einen Elch von Nahem zu sehen. Der Weg an sich führt durch Wald und ab und zu an der Küste entlang, wo man einen fantastischen Blick über die Buchten hat. Von Wildlife war aber wieder mal keine Spur zu sehen. Auch während der ganzen Fahrt durch den Park ist uns derartiges nicht über den Weg gelaufen. Da waren wir schon fast ein wenig enttäuscht.

Übernachten werden wir diesmal direkt im Park auf einem einsamen Camp Ground am Beginn eines Wanderwegs.

Die Nacht war sehr kalt und regnerisch, deshalb geht’s Frühs gleich weiter Richtung Norden zum Cape St. Lawrence und zum Ort Meat Cove. Dort ist es mega schön. Steile Klippen, ein kleiner Beach und die raue See. Herrlich.

Man könnte sicher noch weitere Tage in dem Park verbringen, aber wir entscheiden uns dagegen, da das Wetter nicht so berauschend ist. Normalerweise war geplant, dass wir von dort nach Sidney fahren und überschiffen nach Neufundland, aber da es wirklich noch zu kalt ist, haben wir spontan die Route geändert und machen jetzt alles in umgekehrter Reihenfolge. Das heißt es geht erstmal Richtung Quebec über New Brunswick und von dort nach Labrador. Dann haben wir vielleicht nicht mehr das Glück die Eisberge im Wasser treiben zu sehen, aber die Landschaft ist dann hoffentlich nicht mehr ganz so karg.  Der Frühling lässt hier nämlich noch auf sich warten.

Noch kurz etwas über unsere Stellplätze. Wir benutzen hauptsächlich die App iOverlander. Da findet man je nach Geschmack immer einen netten Spot wo man übernachten kann. Von Wildcamping, informal Campsites, offiziellen Campingplätzen bis hin zu Truck Stops.

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