Neufundland Nordwesten

Wir verlassen Labrador am 02. Juni 2019 mit der Fähre von Blanc Sablon nach St.Barbe (Neufundland). Auf gut Glück sind wir einfach Frühs zur Anlegestelle gefahren und haben auch einen Platz bekommen. Das Ganze hat 47 CAD gekostet und die Überfahrt dauerte 1.5h.

Nicht mal ½ h auf Neufundland und uns hüpft ein Karibu (Rentier) vor der Nase über die Straße, womit wir überhaupt nicht mehr gerechnet haben. Da waren wir schon voll glücklich. Dann sehen wir ein paar Meter weiter schon wieder welche im Gras liegen. Nicht übel denken wir, darauf haben wir 5 Wochen gewartet. Auf einmal steht da noch ein Elch am Straßenrand. Soviel Wildlife haben wir in Labrador nicht gesehen.

Unser Ziel ist ganz im Norden der Ort St. Anthony. Dieser liegt an der Iceberg Alley Route. Gerade jetzt Ende Mai – Mitte Juni ist die Chance groß die Eisberge aus der Arktis kommend schwimmen zu sehen vor Neufundlands Ostküste. Diese sind, wenn sie hier ankommen meist schon über ein Jahr unterwegs. Da heute wohl unser Glückstag ist, bekommen wir auch noch einen vor die Linse. Sieht schon spektakulär aus.

Der zweite Tag in Neufundlands Norden ist wohl der regnerischste, stürmischste und kälteste seit unserer Reise. Aber das hält uns noch lange nicht ab die Gegend zu erkunden. Wir befinden uns nämlich auf den Spuren der Wikinger und wir fahren nach L`Anse aux Meadows und besuchen die historische Siedlung. Wir sind klatschnass danach, aber es hat sich gelohnt und irgendwie passt es voll zu der ganzen Umgebung und der Geschichte dazu. Mehr über die Geschichte der Wikinger könnt ihr in unserer Rubrik D.U.D.E.N. erfahren (Vinland-Oder die Reise der Menschheit). 

Wir fahren weiter südwärts auf der Viking Route und unterwegs stoppen wir an ein paar Sehenswürdigkeiten, die an der Küstenstrasse entlangführen. Wir übernachten sogar an einem Leuchtturm und sind dort nicht mal die einzigen.

Es ist der 6. Juni 2019 und wir befinden uns in einem der bekanntesten Nationalparks Neufundlands, dem Gros Morne Nationalpark mit der größten Erhebung von 805m, dem Mount Gros Morne. Die Landschaft wurde vor vielen vielen Millionen Jahren durch mehrere Gletscher geformt. Auf der einen Seite die Berge und eine schöne Fjordlandschaft und auf der anderen Seite die sogenannten Tablelands mit ihrer fast schon Mondlandschaft.

Man möge es kaum glauben, aber das Wetter ist mal auf unserer Seite und zeigt sich mit an die 20 Grad und Sonnenschein. Das nutzen wir gleich aus und machen 3 verschiedene Wanderungen in 2 Tagen. Einer führt durch Wälder zu einem Wasserfall, der nächste durch die Tablelands und der dritte ebenso durch die Tablelands bis zur Küste. Das war recht beeindruckend. Hat uns mega gefallen.

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