Mississippi - Tennessee

Tupelo

Willkommen in Tupelo, einer Kleinstadt in Mississippi. Jetzt fragt ihr euch sicher, muss man diese Stadt kennen? Und ich sage ganz klar, JA!

Denn dies ist der Ort an dem der King of Rock`n Roll Elvis Presley geboren wurde und seine Kindheit verbracht hat.

Da ich euch nicht mit zu vielen Infos über den King hier langweilen möchte, habe ich separat einen D.U.D.E.N Eintrag (Auf den Spuren des King of Rock`n Roll) verfasst mit allen Details rund um das Leben von Elvis und natürlich jede Menge Fotos. Also wen es interessiert kann gerne vorbeischauen.

Ich habe mir Tupelo als etwas düstere kleine amerikanische Stadt im Nirgendwo vorgestellt. Man hört immer von Slums und ärmeren Verhältnissen im TV. Deshalb war ich doch recht positiv überrascht als wir durch Tupelo gefahren sind. Eine richtig süße moderne Stadt wie ich finde. Die Hauptattraktion ist aber ganz klar die Gedenkstätte von Elvis Birthplace. Das ist kaum zu übersehen.

Wir haben auch zwei Antique Läden entdeckt in großen Lagerhallen mit vielen verschiedenen Nischen von diversen Anbietern. Quasi viele kleine Läden in einer Halle. Da findet man noch richtige Schätze und tolle alte Sachen. Natürlich auch von Elvis. Und das zu Schnäppchenpreisen.

Nicht weit von Tupelo entfernt gibt es noch eine Historic Site. Das Bürgerkrieg Schlachtfeld Brices Crossroads.  In einem Besucherzentrum kann man sich einen Film dazu anschauen und ein Museum. Das Battlefield an sich ist ein großes Gelände, aber man sieht da nicht viel außer Wiese.

Hier fand einer der letzten Schlachten vom Bürgerkrieg statt im Juni-Juli 1864. Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkriegwar der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten). Sieg der Nordstaaten 1865.

Also auch eine recht spannende Gegend.

Memphis

Ca. 1.5h von Tupelo entfernt liegt Memphis im Bundesstaat Tennessee. Direkt am Mississippi River gelegen. Sie ist für die einflussreichen Musikrichtungen im Blues, Soul und Rock ’n‘ Roll berühmt, die hier entstanden. Elvis Presley, B. B. King und Johnny Cash nahmen im legendären Sun Studio Alben auf und das Anwesen Graceland von Elvis Presley ist eine beliebte Attraktion. Wir haben zudem das Rock`n Soul Museum besucht und auch das SUN Studio. Die legendäre Beale Street ist aber das einzige Highlight in der mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Stadt. Auch der Elvis Boulevard, die Straße an der Graceland steht, ist nicht gerade attraktiv. Das tolle ist, in jedem Restaurant findet man Elvis in irgendeiner Form. Es laufen Filme dazu im TV, die Musik läuft oder der ganze Laden ist vollbehangen mit Elvis Fotos. Schon cool. Wer richtig gut Essen möchte sollte unbedingt im Marlowe`s Ribs & Restaurant vorbeischauen, nur 20 Minuten zu Fuß von Graceland entfernt. Dort gibt es die besten Rib`s was wir je gegessen haben und der Laden ist noch richtig typisch wie in den 70er Jahren.

Memphis ist mit recht 650 000 Einwohnern eine mittlere amerikanische Stadt und es gibt auch teilweise recht hohe Kriminalität hier. Also nachts sollte man aufpassen wo man sich befindet. Wir haben im Stadtviertel Whitehaven bei einer netten Rentnerin gewohnt und konnten unsere Emma schön im Garten stehen lassen. Zu Fuß waren es dann 40 Minuten bis Graceland. Sie erzählte uns auch, dass in diesem Viertel früher nur Weisse gewohnt haben, deshalb auch der Name Whitehaven. Irgendwann hat sich das ganze aber gemischt und mittlerweile sind fast nur noch farbige in der Nachbarschaft.

Was wir nach einem Monat USA sagen können ist, wir vermissen die netten Kanadier 😊.

Reisende Amerikaner sind alle recht freundlich und sprechen uns oft an und halten Small talk mit einem. Aber sei es an Tankstellen, Supermärkten oder Restaurants, da findet man oft unmotivierte, unfreundliche und inkompetente Leute.

Eine lustige Geschichte war zum Beispiel war in einem Sushi Restaurant. Der Kellner fragte was wir trinken wollen. Ich sagte einen Orange Juice please. Das war noch kein Problem. Erst als Christoph seinen aussergewöhnlichen Wunsch nach einem Water äußerte, war es vorbei mit den Englischkenntnissen des fernöstlichen Kellners. Er fragte also nochmal nach was Christoph trinken möchte. One Water please, war die Antwort. Hmmmm, am Gesichtsausdruck konnte man schon erkennen das er es nicht verstanden hat. Dann fragte er, like a beer? Ähm, in Deutschland trinkt man ja Bier wie Wasser, aber er konnte ja nicht wissen, dass wir aus Deutschland kommen. Also versuchte ich es auf einer anderen Sprache, Agua oder Aqua. Und auf einmal kam: Ah, water…a bottle water? Jaaaaaaaaaa, er hat`s verstanden. Wahnsinn. Wir haben schon an uns gezweifelt. Weil bisher haben wir eigentlich immer Wasser bekommen, wo wir Water bestellt haben. Lach.

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