Mexiko`s Südosten

Und weiter geht die Fahrt….Unser nächstes Ziel ist die bunte Stadt Cholula. Gleich neben Puebla gelegen. Diese ist bekannt für ihre Kirche auf einem kleinen Berg. Von dort aus hat man eine ganz tolle Rundumsicht und mit etwas Glück sieht man den gerade aktiven Vulkan Popocatepetl. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen und lassen alles auf uns wirken.

Am nächsten Morgen geht’s schon weiter nach Oaxaca. Wir haben ein deutsches Ehepaar angeschrieben, das hier in der Nähe schon seit 13 Jahren wohnt. Dort werden wir im Garten für ein paar Tage stehen und uns die Umgebung mal näher betrachten. Es gibt diverse Tempelanlagen wie Monte Alban und Atzompa, um mal die größten zu nennen. Dafür müssen wir wieder einmal quer durch Oaxaca fahren. Boah, was für ein Verkehr. Die fahren wie sie wollen. Man merkt, dass hier nicht jeder den offiziellen Führerschein hat. Dafür hat es sich aber gelohnt, denn die Anlagen sind richtig beeindruckend und liegen auf 2000m, wo man einen spektakulären Ausblick hat. Monte Alban war die Hauptstadt der sogenannten Zapoteken und später der Mixteken. Atzompa gehörte auch zu diesem Komplex dazu. Beides sehr sehenswert.

Da wir nicht mit dem Auto nach Oaxaca fahren wollen, nehmen wir öffentliche Verkehrsmittel. Die Busse sind super günstig und auch die Taxi`s oder die Colectivos. Das ist auch viel spannender und man kann ins richtige Mexiko eintauchen. Oaxaca ist eine sehr bunte, lebhafte Stadt mit vielen Märkten innerhalb vom Centrum und vielen alten Kirchen. Wir besuchen 2 Märkte, den Mercado 20 de Noviembre und den großen Mercado de Abastos. Es macht Spaß die Stadt zu entdecken und es gibt zudem auch sehr viele kulinarische Köstlichkeiten. Dazu zählt zum einem die Schokolade, die man hier in Blöcken kaufen kann, oder als Heiß Getränk schlürfen kann. Schmeckt richtig lecker. Und da wir im Mezcal (mexikanische Spirituose aus dem Fruchtfleisch von Agaven) Gebiet uns befinden, gibt es an jeder Ecke Probierstände wo man alles testen kann. Christoph will auch unbedingt Mole probieren. Das ist auch eine Spezialität von dieser Region. Im Grunde eine braune Soße aus getrockneten schwarzen Chilischoten, Kakao und weiteren ganz vielen Zutaten. Das wird zu Fleischgerichten aber auch zu Vegetarischen Gerichten serviert. Ist etwas Geschmacksache, aber sollte man mal probiert haben. Am Abend sind wir ziemlich kaputt von dem bunten treiben, aber wir halten bis Mitternacht durch, denn es ist Silvester! Es gibt einen kleinen Umtrunk und wir können das Feuerwerk von Oaxaca von weitem beobachten. So lassen wir ganz gemütlich das alte Jahr ausklingen.

Von hier aus kann man noch viele tolle Sachen erkunden und so verschlägt es uns zu einem versteinerten Wasserfall, dem Hierve el Agua. Wir sind wieder sehr früh dran, aber das haben sich wohl diesmal auch andere gedacht. Die Umgebung ist einfach der Hammer. Viele Berge, weite Täler und kleine Dörfer, wo die Esel am Straßenrand stehen und ein Agavenfeld nach dem anderen sich vor uns erstreckt. So lassen wir es uns auch nicht nehmen mal in eine kleine Mezcal Fabrik zu schauen und eine kleine Führung sowie eine Verkostung zu machen.  Davon gibt es hier mehr als genug. Dann entdecken wir noch eine archäologische Stätte in Mitla, die wir auch noch besuchen und bei einer Omi gibt es dann wieder leckere Tamales, mit Mole gefüllt, zum Mittagessen. So lassen wir auch diesen Tag ausklingen.

Nach nun 7 Tagen verlassen wir das schöne zu Hause von Sabine und Eddie und machen uns auf den Weg Richtung Yukatan. Nach einem hin und her mit der Routenplanung haben wir nun entschieden nicht über Chiapas zu fahren, sondern den Bogen oberhalb über Veracruz, Tabasco nach Campeche. Das gilt als sichere Mautstraße. Es hätte wohl auch noch eine kürzere Strecke gegeben, aber die hat es wohl ganz schön in sich. Da würde man für 200km rund 5.5h brauchen. Die nächsten 3 Tage sind wir nur am Fahren. Ganz schön anstrengend, auch wenn es Autobahn ist. Die fahren hier wie sie wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. Zudem kommt noch, dass es vom Klima wieder sehr tropisch wird. Die Luftfeuchtigkeit steigt und auch die Temperaturen.

EEEEndlich am Ziel angekommen stellt sich gleich die nächste Frage: Wo sollen wir übernachten? Hier im Dschungel gibt es nicht so viele Möglichkeiten und wir schauen wieder bei iOverlander in die App und gelangen zu einem Museum und angeblich Campingplatz. Nunja, es ist eher ein Gerümpelhaufen und von Platz kann keine Rede sein. Der Besitzer ist Künstler und seine Frau ist wohl die Dekoration im Gerümpelhaufen. Wir sind aber so kaputt vom Fahren, das wir uns breitschlagen lassen in ihrem aufgestellten Campinganhänger zu nächtigen. Dem Geruch nach zu urteilen ist es wohl die Hundehütte. Naja, wir werden es überleben. Zur Sicherheit nehmen wir unsere eigene Bettwäsche und hoffen die Nacht geht schnell vorbei.

Dafür werden wir am nächsten Tag mit einer wirklich schönen Mayaruine belohnt. Und das gleich 2-mal. Ganz früh schauen wir uns Becan an, die wir innerhalb von 10 Minuten zu Fuß erreicht haben. Das entschädigt uns gleich für die letzte Nacht. Das Beste, es sind nur sehr wenig Touristen hier unterwegs. Man kann auf jede Pyramide klettern und alles erkunden. Wirklich toll.

Danach wollten wir eigentlich einen Ort weiter nach Xpujil. Dort soll es auch noch kleinere Ruinen geben. Als wir dort ankommen finden wir eine kleine Touristeninfo vor und ein netter Mann Namens Humberto begrüßt uns auf Englisch und erzählt, das er ein Guide ist für die Gegend und wir eine Quadtour zu einer ganz abgelegenen Ruine machen können. Da kommt auch kein Auto durch. Spontan sagen wir zu und fahren mit Humberto zu sich nach Hause. Sein Sohn begleitet uns mit dem Quad und wir erfahren einiges über die Ruinen Rio Bec und den Dschungel.  Ich frage noch, ob es hier auch Affen gibt und Jaguare. Er meint, ja, aber die verstecken sich meistens. Fünf Minuten später raschelt es in den Bäumen und eine Horde von Affen schwingt sich über uns durch. Zum Schutz werden wir auch gleich mit Ästen beworfen und angemeckert vom allerfeinsten. Ein herrliches Spektakel. Insgesamt sind wir 3h unterwegs und bekommen zu Schluss noch ein feines Essen a la Mama. Ein durchaus gelungener Tag. Das hätten wir gestern noch nicht vermutet.

Wer Interesse für solch eine individuelle Tour hat, hier die Kontaktdaten von Humberto:

Humberto Dzib Tun: www.dzibexpeditions.webnode.mx

e-Mail: dzibtunvenado@gmail.com

Facebook: Humberto dzib tun

Whatsapp: (+521) 9831025699

Diesmal übernachten wir 50 km weiter vor einem Restaurant in einem kleinen Dorf. Man isst dort einfach zu Abend und kann einfach stehen bleiben und die Toiletten benutzen. Perfekt. So haben wir eine angenehmere Nacht. Nur am nächsten Morgen spüren wir ganz deutlich einen Muskelkater. Ach was sag ich, nicht nur einen. Die Pyramiden sind mit reichlich Stufen ausgelegt und die sind nicht gerade klein. Und da wir voll motiviert waren, sind wir auf Alle, wirklich Alle geklettert. So weiß man wenigstens das man noch lebt. 😊

Wir starten den Tag wieder recht früh zu Sonnenaufgang, denn wir haben eine 2 stündige Fahrt zu den Ruinen Calakmul vor uns. Zusammen mit El Mirador und Tikal (in Guatemala) ist Calakmul eine der grössten jemals entdeckten Maya Stätten. Der Weg ist zwar nur ca. 70 km, aber die Straße ist am Ende übersät mit Schlaglöchern. Aber wir schaffen auch das noch. Das Eingangstor zum Calakmul Reservat, indem die Mayaruinen stehen, öffnet seine Tore um 6 Uhr morgens. Man zahlt dort 110 Pesos pro Person und dann nochmals 74 Pesos pro Person an einem weiteren Gate. Die Ruinen öffnen um 8 Uhr und man zahlt 80 Pesos nochmals dafür. Man sollte viel Zeit mitbringen, denn das Gelände ist weitläufig. Eine riesen Anlage. Auch hier darf man auf alle Pyramiden klettern, was teilweise nicht ganz ungefährlich ist. Von oben hat man aber erstmal einen fantastischen Blick in den Dschungel und man kann nur erahnen wie groß diese Stadt einmal gewesen ist. Als wir so durchschlendern hören wir auf einmal ein lautes Gebrüll in den Bäumen. Wir haben bereits gehört und gelesen, dass es hier Brüllaffen geben soll. Aber je näher wir kommen umso unwirklicher hört sich dieses Geräusch an. Wir können auch nichts in den Bäumen entdecken, was so aussehen tut wie ein Affe. Also suchen wir nach Lautsprechern, da wir vermuten das es für Touristen einfach so realistisch klingen soll wie im tiefsten Dschungel. Aber wir sind ja eigentlich im tiefsten Dschungel. Hm, auf einmal sehen wir sie doch. Ganz oben in den Baumkronen sitzen sie und brüllen sich an. Teilweise wie Hundegebell. Aber so laut, dass man es kaum glauben kann, dass es real ist. Was für ein Erlebnis. Schon allein dafür hat sich die lange Fahrt gelohnt.

Nun geht es aber weiter Richtung Merida. Leider haben wir wieder einen Totalausfall. Christoph hat es wieder erwischt und muss sich mit Magen Darm rumschlagen. Hoffentlich nicht so schlimm wie das letzte Mal. Da es doch ein paar Tage Erholung nötig hatte, haben wir uns eine kleine Cabana gemietet, wo sich Christoph schön auskurieren konnte. Wir sind zwar mitten im Dschungel, aber das Dörfchen hat einen kleinen Laden, der uns mit dem nötigsten versorgen kann. Und das Beste, seit Tagen suchen wir einen Shop, wo wir Dokumente kopieren können. Und siehe da, an einem Gartentor hängt ein Schild mit „Copias“ angeschrieben. Wahnsinn. Ein netter Mann empfängt uns auch gleich und bittet uns in sein Haus herein. Das ist echt lustig, da steht mitten am Eingang ein Tisch mit einem Kopierer drauf. Wir setzen uns und bekommen noch eine kleine Maya Einführung. Denn die meistens Einwohner hier sind noch Maya Abstammung und sprechen sogar noch ein wenig diese Sprache. Richtig nett. So gehen wir zufrieden mit unseren Kopien wieder in unsere Unterkunft.

Nach 4 Tagen fahren wir nun endlich nach Yucatan. Spontan finden wir ein schönes Örtchen namens Muna, in der Nähe von Uxmal, wo wir ein paar Ausflüge starten können. In Uxmal gibt es ein Kakao-Museum, was gleichzeitig eine Auffangstation für verletzte oder kranke Tiere ist, die nicht mehr alleine in der Natur überleben würden. Es gibt Spider Monkeys und sogar zwei Jaguare. Trotzdem traurig die Tiere in Käfigen zu sehen. Vom Eintrittspreis finden wir es zwar etwas teuer, aber es ist nett gemacht und sehr informativ. Auch die Schokolade ist echt lecker.  

Eigentlich hatten wir Ruinen abgeschlossen, aber hier gibt es so unzählig viele und schöne Anlagen, dass wir doch noch eine anschauen. Und zwar die Labna Ruinen. Die befinden sich auch etwas weiter ab von der Hauptstraße im Dschungel. Die Anfahrt ist aber nicht so holprig wie gewohnt. Wir sind trotzdem die Einzigsten hier und das gefällt uns schon wieder super. Kaum an der Ruine angekommen rennt ein fetter Leguan an uns vorbei in einem afffentempo. Richtig cool. Aber dann kommt das Highlight schlechthin. Wir entdecken zwei kleine schwarze Kätzchen, die eine kommt auch sofort angerannt und schnurrt und hüpft auf meinen Schoss. Voll putzig. Während wir die Ruinen anschauen begleiten uns die Kätzchen auf Schritt und Tritt. Am liebsten hätten wir beide sofort eingepackt. Echt süß. Achja, die Anlage an sich war auch sehr sehenswert und anders, als die vorherigen die wir schon besucht haben. Ein gelungener Tag.

Was noch ganz oben auf unserer To Do Liste war, ist natürlich eine Cenote zu besuchen auf Yucatan. Wer sich jetzt fragt, was zum Teufel ist denn das? Der Begriff stammt wohl von den Maya`s und ist ein Kalksteinloch, dass durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden ist. Darin sammelt sich Süßwasser und dient somit als kleine Erfrischung und laut Maya`s war es der Zugang zur Unterwelt. Viele Cenoten sind auch unterirdisch miteinander verbunden. Cenoten kommen wohl auch nur hier auf der Yucatan Halbinsel oder in Belize vor. Dafür gibt es hier aber reichlich. Um da eine Auswahl zu treffen, welche man besuchen möchte, ist sehr schwer. Wir suchen uns einfach eine in der Nähe von Muna aus (Cenote Kankirixche) und fahren Frühs spontan mal hin. Wir haben Glück, denn wir sind die Einzigsten. Eine Holztreppe führt direkt in die Höhle hinein und wir staunen nicht schlecht wie toll es hier aussieht. Das glasklare Wasser lädt direkt zum baden ein. So schnallen wir unsere Taucherbrillen um und los geht’s. Die Temperatur ist richtig angenehm und es ist ein tolles Gefühl hier zu schwimmen. Kleine Schwalbenartige Vögel haben sich hier in der Decke eingenistet und fliegen wie wild umher. Sogar kleine Fische gibt es hier. Um dieses Ökosystem nicht zu zerstören, sollte man darauf achten, keine Sonnencreme zu benutzen. Es gibt Duschen meistens vor Ort, um alles abzuwaschen. Wir sind ca. 1.5h dort und kein Mensch weit und breit.

Uns fällt aber auf, dass es auf Yucatan ein viel entspannteres Fahren ist, als vorher. Die Straßen sind gut und es ist wenig los. Als nächstes haben wir ein Eco Campingplatz in Valladolid auf unserer Tour, wo wir uns 3 Tage niederlassen. Wirklich sehr durchdacht hier alles. Man kann sogar in einem alten Käfer übernachten oder in einem Teil von einem Flugzeug. Für Campervans gibt es auch 3 Stellplätze. Wir sind wieder fast alleine hier. Das ist echt schön in Mexiko. Von hier aus machen wir einen Ausflug zum Golf von Mexiko. Der kleine Fischerort heißt Rio Lagartos. Dort soll es viele Flamingos und Krokodile in einer Lagune geben und nicht weit entfernt rosa Salinen, die grössten in dieser Region. Leider ist nicht die Zeit für Flamingos, die kommen wohl erst im März an, deshalb sehen wir keine und machen auch keine Bootsfahrt. Weiter zu den Las Coloradas sieht man schon riesige Salzhügel und eine Fabrik. Die rosafarbenen Felder leuchten auch schon und auf der anderen Seite das Meer. Als wir am Parkplatz ankommen stehen schon Parkeinweiser dort und wollen das wir zahlen. Für parken und einmal auf einem Steg entlang laufen durch die Salzfelder. Uns ist es zu teuer und zu viele Leute. Also fahren wir ein Stück zurück und halten neben der Straße an, wo es zum Strand geht. Von dort lassen wir kurz die Drohne mal drüber fliegen. Das sieht schon fantastisch aus. So ein schönes Farbenspiel. Wir laufen auch noch zum Strand und verfolgen den rosafarbenen Strom, der ins Meer mündet. Das Beste, hier ist niemand außer uns. Dann hat sich die Fahrt doch noch gelohnt.

Da wir so geflasht waren von unserer ersten Cenote, sollte das nicht unsere Einzige bleiben. Es gibt hunderte hier auf Yucatan, dass die Auswahl schwerfällt. Ungefähr 10 Fahrminuten von unserem Stellplatz entfernt befinden sich ein paar, die wir für interessant halten und machen uns wie immer sehr früh auf den Weg. So werden wir auch diesmal wieder belohnt, denn um halb 9 sind wir die ersten. Wir buchen ein Combiticket für 2 Cenoten. Kostet 125 Pesos pro Person (ca. 6 Euro). Diesmal ist das Gelände rundherum mit Souvenir Ständen belagert und alles sieht dafür aus, dass viele Leute hierherkommen. Die erste Cenote nennt sich Samula. Wir steigen die Treppen durch den engen Eingang hinab und staunen nicht schlecht. Diese ist viel grösser als unsere Erste, aber dafür nicht so geheimnisvoll und schön. Trotzdem sehr beeindruckend darin zu schwimmen.

Danach läuft man über das Gelände ein paar Meter weiter und kommt zur zweiten Cenote. Die sich Xkeken nennt. Auch hier sind wir ganz alleine unterwegs. Diesmal geht es noch weiter in eine Höhle hinein und es ist stockdunkel. Nur ein paar Scheinwerfer lassen erahnen was sich hier verbirgt. Das haut uns jetzt total um. Es kommt zwar nur wenig Licht durch die kleine Deckenöffnung hindurch, aber dafür ist es umso magischer. Fledermäuse inklusive. Ein unbeschreibliches Gefühl hier zu schwimmen. Wir als Höhlenmenschen fühlen uns glatt wohl da unten. Grins. Ich kann diese zwei Cenoten wirklich sehr empfehlen. Jede für sich ist einzigartig.

Wir haben mal wieder ein bisschen Pause nötig vom vielen Reisen und besuchen ein paar Tage eine Freundin, die gerade in Playa del Carmen Urlaub macht. Wir checken direkt im gleichen Hotel ein und lassen es uns für ein paar Tage gut gehen und genießen das all inclusive. Nach 3 Tagen haben wir aber genug von den Menschen und flüchten weiter südlich in ein kleines Örtchen namens Buenavista am Anfang der Bacalar Lagune. Diese ist ja mal ein farbenfrohes Spektakel. Aus sieben verschiedenen Cenoten ist diese Lagune entstanden und besteht aus Süßwasser. Ich glaube, dass ist der schönste Stellplatz, den wir in Mexiko bis jetzt gefunden haben. Ganz alleine an einem Steg, der direkt ins Wasser führt. Der Besitzer ist super freundlich und hat zudem noch einen Pizzabäcker im Restaurant nebenan, der wahnsinnig gute Steinofen Pizza macht. Wir sind begeistert.

Nach ein paar erholsamen Tagen ziehen wir weiter. Wir haben einen Tipp bekommen ans karibische Meer zu fahren nach Mahahual. Erst zögern wir etwas, da es dort wohl viele Amerikaner und Kanadier geben soll, aber wir suchen uns ein schönes Ecocamping etwas außerhalb des Ortes und werden belohnt mit einem tollen Strand vor der Nase. Wir treffen super nette Leute dort und machen einen Schnorchel Ausflug mit einem Katamaran. Eine Argentinierin hat sich hier niedergelassen und bietet diese Tour an. Wir sind wieder mal nur zu zweit. Sie fährt uns an das vorgelagerte Maya Reef, das zweitgrößte Korallenriff der Welt nach dem Great Barrier Reef in Australien. Mit einer Gesamtlänge von über 1000 km reicht es von Mexiko bis nach Honduras. Wir sehen viele bunte Fische und Christoph entdeckt auf einmal 4 Adlerrochen, die gemütlich davon schweben. Das mit den Schildkröten ist so eine Sache. Hier soll man echt große Chancen haben, aber wiedermal sehen wir keine Einzige. Schon schade. Leider gibt es auch sehr viel Plastik im Meer, das auch an den Strand angespült wird. Und je nach Wind werden auch noch Algen in größeren Mengen angespült. Aber nicht mehr ganz soviel wie vor ein paar Jahren. Dafür ist das Wasser ein Traum. türkisfarben und richtig klar. So stellt man sich Karibik vor.

Nach 2 Tagen zieht es uns aber weiter und zwar zurück an die Bacalar Lagune zu unserem Lieblingsstellplatz. Wir entscheiden uns, noch ein paar Tage zu verweilen eh wir nach Belize fahren. Hier ist es einfach zu schön und wir haben ja noch genug Zeit bis wir aus Mexiko ausreisen müssen.

Bevor wir nun endlich Mexiko verlassen werden wir nochmal tüchtig in Chetumal einkaufen gehen, da es in Belize wohl recht mager aussieht mit Supermärkten und zudem noch sehr teuer ist. So finden wir auch noch einen schönen Stellplatz und können dort unsere Wäsche nochmal alles frisch machen lassen. So können wir beruhigt über die Grenze fahren. Tschüss schönes Mexiko. Es war uns eine Freude.