Louisiana

New Orleans

Nachdem wir nun alle Wetterberichte und Nachrichten durchforstet haben, sind wir doch noch nach New Orleans gefahren, um Christoph seinen Geburtstag dort zu feiern. Da es schon ein Wunsch von uns war, einmal dieses Flair von New Orleans zu erleben. Eine Stadt in Louisiana, die unweit des Golfs von Mexico und am Mississippi liegt. Trotz der Entwarnungen sind wir mit gemischten Gefühlen Richtung Süden gefahren, da wir nicht genau wussten, was der Tropensturm „Barry“ alles angerichtet hat und ob alles unter Wasser steht. Auf dem Weg dorthin fährt man über ein Brückensystem, das quasi über den Sümpfen verläuft. Alle Straßen sind quasi lange Brücken. Das sieht schon cool aus. Von Überschwemmung aber keine Spur. Auch als wir in die Stadt reinfahren ist nichts von einem Sturm zu erkennen. Auch unseren Airbnb Vermieter haben wir gefragt, ob dann alle die Stadt verlassen und nach dem Sturm wiederkommen. Da hat er fast gelacht und gemeint, hier geht wegen sowas keiner weg. Es gibt ein Warnstufensystem von 1-5 (5 am schlimmsten), wo alle per Handy informiert werden (sogar wir bekommen diese Nachrichten auf unser Handy), wenn es Unwetter gibt oder Ähnliches. Und diesmal war es für 10 Minuten Stufe 1. Im Grunde überhaupt nicht schlimm für die Gegend. Also kann man mal sehen, was von den Medien alles aufgeputscht wird. Die Leute sind es gewohnt damit umzugehen und treffen alle Vorkehrungen, wenn nötig.

Man merkt auch das die Leute ihre Stadt lieben. Jeden den wir gefragt haben würde nie weg gehen. Sie haben ihre Musik und jede Menge Spaß.  Überall wird gesungen und gelacht. Alle waren super freundlich und offen zu uns und haben uns Tipps gegeben.

Man kann dieses Gefühl hier gar nicht mit Worten beschreiben. Man muss es einfach erleben. Die Stadt zieht einem einfach mit. Es kommt einem auch schon vor, wie in der Karibik. Das Essen ist auch mega lecker. Die Kreolische Küche ein Traum. Für jeden der Meeresfrüchte mag ist es auch ein Paradies. Wir haben auch Alligator probiert und es war echt gut. Wie Hühnchen, ganz zartes Fleisch.

Das sogenannte French Quarter (Stadtteil von New Orleans) ist die ursprüngliche Stadt, die 1718 von einem französischen Kolonisten Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville gegründet wurde. Die historischen Häuser wurden im späten 18. Jahrhundert als die Stadt noch zum Vizekönigreich Neuspanien gehörte, oder während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nachdem die französische Kolonie Louisiana Teil der Vereinigten Staaten wurde und dann ein Bundesstaat, errichtet. Es macht Freude hier umherzuschlendern und das bunte Treiben auf den Straßen zu beobachten. Wir haben ein paar gemütliche Tage hier und erholen uns von den letzten anstrengenden Städtetrips. Einige bekannte Straßen sind zum Beispiel die Royal Street mit ihren Antikgeschäften, die Esplanade Avenue mit ihren schönen Häusern, die Bourbon Street ist bekannt als Feiermeile oder wer richtig ins Musikleben eintauchen will, sollte am Abend in eine der Bars in der Frenchmen Street gehen. Dort wird gute Live Musik gespielt und die Stimmung ist super.

Natürlich denkt man auch bei New Orleans an Voodoo. Das ist eine Religion, die von den westafrikanischen Sklaven mitgebracht wurde. Heutzutage wird es aber sehr touristisch vermarktet und man findet in jedem Souveniershop allerhand Voodoo Kram. Fast an jeder Ecke kann man sich auch Tarotkarten legen lassen.

Ein deutsches Haus gibt es auch, was ein Kulturzentrum ist. Ende September und den ganzen Oktober kann man hier auch jedes Wochenende Oktoberfest feiern.

Eine Friedhofs-tour haben wir auch gemacht, da man auf den St. Louis Friedhof nur mit Guide reinkommt. Hier hat sich Nicolas Cage 2009 eine Pyramide aufstellen lassen, als seine spätere Ruhestelle.

Nicht unweit von New Orleans entfernt, Richtung Baton Rouge, findet man auch ehemalige Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. Die Laura und die Whitney Plantage sollen noch sehr authentisch die Sklavengeschichte erklären, wobei die St. Joseph oder die Oak Alley Plantage nur noch Wert auf die Schönheit des Haupthauses legen und den eigentlichen Sinn dabei in den Hintergrund stellen.

Wir waren auch neugierig wie es weiter südlich von New Orleans aussieht und sind ein Stück Richtung Golf von Mexico gefahren. Dort stehen die neu gebauten Häuser alle auf hohen Stelzen und sind somit gut vor Überflutungen geschützt. Die Landschaft ist auch sehr sehr schön dort. Ich könnte dort nicht leben, mit dem Gedanken das doch jedes Jahr irgendwelche Tropenstürme oder Hurrikans vorbeiziehen.

Grosse Savanne Eco Tour

Als Abschluss in Louisiana sind wir noch auf eine Eco Tour gestoßen.  In Bell City gibt es einen Anbieter, die Grosse Savanne Eco Tour, die private Bootstouren auch speziell für Fotografen anbietet. Das haben wir uns gleich mal angeschaut und eine Tour gebucht. Eine Familie hat hier einen landwirtschaftlichen Betrieb und bewirtschaftet Langkornreisfelder, dabei gleich den hier bekannten Crawfish (Flusskrebse) und hat jede Menge Wiesen mit Kühen. Und zusätzlich bieten sie eben die Bootstouren an. Wir haben viel erfahren über die Vegetation und die ganzen Vögel und Alligatoren, die in diesem Sumpfgebiet vorkommen. Können wir nur empfehlen, wer sich für sowas interessiert. Sogar Alligator Nester haben wir gesehen mit den Eiern, die gerade ausbrüten.

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