Kalifornien

So, wie fange ich diesen Blog am besten an? Eigentlich dachten wir, Kalifornien wird eher etwas langweilig werden, da wir vor einigen Jahren schon diesen Teil der USA besucht haben. Doch dann kam alles anders. Das könnt ihr dann später erfahren.

Redwood State Parks und National Park

Direkt an der Küste entlang im Norden Kaliforniens befinden sich mehrere Parks, wo sich die gigantischen Redwood Bäume befinden. Es gibt in Kalifornien noch einen anderen Nationalpark, mit einer anderen Sorte an Riesenbäumen, die Sequoia genannt werden. Der Unterschied zwischen den Redwood und dem Sequoia besteht einerseits in der Höhe, denn ein Küstenmammutbaum (Redwood) ist in der Regel höher, aber schlanker als ein Riesenmammutbaum (Sequoia).

Eine sehr schöne Route im Jedediah Smith Redwood State Park ist von Hiouchi nach Crescent City zu fahren (Howland Hill Road). Man fährt auf einer schmalen Straße durch die riesigen Bäume und kann überall stoppen oder ein paar Wanderwege gehen und die Bäume bestaunen. Von allen Redwood Parks hat uns dieser Teil am besten gefallen.

Dann gings weiter südlich durch den Del Norte Coast Redwood State Park bis zum Prairie Creek Redwoods State Park. Dazwischenwurde uns noch der Klamath River Overlook empfohlen. Da haben wir erstmal bei einem tollen Frühstück die Aussicht aufs Meer genossen. Zur richtigen Jahreszeit kann man auch von dort die Wale beobachten. Dann erst kommt man in den eigentlichen Redwood National Park. Von dem waren wir aber nicht so begeistert wie von den anderen State Parks.

Highway 1

Dann sind wir den berühmten Highway 1 bis nach San Francisco gefahren. Es war teilweise richtig nebelig und frisch für Ende August. Aber trotzdem eine tolle Küstenlandschaft. Es gibt eine Strecke, die nennt sich Lost Coast und führt von Ferndale über Capetown, Petrolia, Honeydew direkt in den Humboldt Redwood State Park. Auch nochmal ein Park mit den riesen Bäumen. Die Strecke ist sehr sehr kurvenreich, aber kaum befahren. Man sollte aber genug Zeit einplanen.

San Francisco

San Francisco hat uns schon damals sehr gut gefallen und deshalb haben wir nochmal 2 Tage dort eingeplant. Wir haben ein Motel gebucht und die Emma wieder sicher abgestellt dort. Es ist in San Francisco nicht so easy zu fahren mit einem vollgeladenen Van, da die Straßen teilweise extrem steil sind und man ständig anhalten und anfahren muss an Stoppschildern. Ein Besuch lohnt sich hier immer, auch wenn man nicht so der Stadt Fan ist. Es hat einfach Flair und man kann gemütlich alles erkunden.

Monterey bis Pismo Beach (Highway 1)

Danach geht’s weiter den Highway 1 entlang bis zur Monterey Bucht. Dort kann man einen Stadtbummel machen und das Aquarium besuchen. Christoph war damals schon dort und fand es mega toll. Für uns war der Preis jetzt etwas zu teuer (50 Dollar pro Person), deshalb sind wir nicht rein gegangen. Wir wollen die Sachen lieber selbst in Mexico beim Schnorcheln entdecken. Grins.

Wer den Highway 1 fahren möchte, den empfehlen wir die Strecke zwischen Monterey und Pismo Beach. Für uns das schönste Stück. Wenn man die Augen offenhält, kann man schon ganz nah Wale beobachten. Wir haben uns auf einen Felsen gesetzt und eine ganze Gruppe von Buckelwalen beim Fressen beobachtet. Ein Spektakel war das, wie ein großes Buffet. Und nebendran noch dutzende Robben, Delfine, Albatrosse und Möwen.

Tehachapi und unsere erste Panne

Da wir um L.A. einen großen Bogen machen wollen, sind wir ab Pismo Beach Richtung Inland gefahren und wollten uns in einem kleinen Mountain Park in Tehachapi einen schönen Campingspot suchen, als es plötzlich einen Hang hoch ging um und wir mit einem Ruck stehen geblieben sind. Irgendwas hat total blockiert bei unserer Emma und als wir nachgeschaut haben sah es auf den ersten Blick ganz schön krass aus. Das ganze Rad war schief und Öl kam geschossen. Verdammte Sch…. Dachten wir nur. Das sieht nicht gut aus. Zum Glück gab es Telefonempfang in diesem Park, was nicht üblich ist. Wir haben versucht einen Abschleppdienst zu erreichen, aber keiner wollte an sein Telefon gehen. Dann kam eine Wanderin gerade zurück zu ihrem Auto und wir haben sie gefragt, ob sie eventuell jemanden kennt oder weiß wo die nächste Werkstatt hier ist? Dann hat sie gemeint, sie probiert es über ihr Triple A (sowas wie ADAC bei uns) und hat dort angerufen und eine halbe Stunde später war der Abschlepper da und hat unsere Emma zur nächsten Werkstatt gefahren und abgestellt. Leider war es schon 18 Uhr und die Werkstatt hatte bereits geschlossen. Da haben wir uns ein paar Meter weiter in Tehachapi ein Motel genommen und sind am nächsten Morgen zur Werkstatt gelaufen, um den weiteren Prozess zu besprechen und das Ausmaß der Panne erstmal genauer zu begutachten. Leider hatte diese Werkstatt keine Zeit um sich darum zu kümmern und hat uns eine andere empfohlen gleich um die Ecke ca. 500m entfernt. Da wir aber mit diesem Rad keinen Meter fahren konnten, mussten wir nochmals den Abschleppdienst rufen, um uns zur nächsten Werkstatt zu transportieren. Die Jungs in der Garage waren aber total auf Zack und haben sofort alle Ersatzteile bestellt für den nächsten Tag und so konnten wir beruhigt wieder ins Hotel zurückkehren. Beide Kugelköpfe am rechten Vorderrad müssen ausgetauscht werden und ein Teil der Achse ist auch hinüber. Wir wussten schon, dass ein Kugelkopf angeschlagen war und hatten bereits für die kommende Woche einen Werkstatttermin dafür ausgemacht in San Diego. Den konnten wir glücklicherweise absagen und alles wird nun in Tehachipi repariert. Da der Reifen auch Schaden genommen hat, haben wir noch gleich nebenan beim Reifenhändler unsere 4 jetzigen durch Neuer ersetzt. Das hatten wir eh noch in den USA vor, da man diese Marke hier überall bekommt. Dann haben wir alles in einem Aufwasch erneuert.

Wir wollten eigentlich noch 5 Tage in San Diego verbringen, das haben wir nun etwas verkürzt um Geld zu sparen und werden nun etwas früher nach Mexiko fahren als geplant. Die letzten Tage verbringen wir ca. 30 km östlich von San Diego in El Cajon. Wir haben noch ein paar Einkäufe erledigt und sind nun gerüstet für Mexiko. Seid gespannt wie es weiter geht. Wir sind es auch.

San Diego

Hier noch ein paar Eindrücke aus San Diego. Die Stadt ist einfach toll. Überhaupt nicht überlaufen. Man kann ganz gemütlich rumlaufen. Toller Hafenbereich, die historische Altstadt erinnert schon ganz an Mexiko und im Balboa Park kann man eine Zeit verweilen und es gibt ganz viele Museen. Für jeden Geschmack etwas dabei. Einen riesigen Zoo gibt es auch neben dem Park und Seaworld lockt auch mit seinen Attraktionen. Die Umgebung von San Diego ist auch super schön. Tolle Strände, Landschaft und süße Ortschaften. Ein Besuch in diese Gegend lohnt sich auf alle Fälle.

Kalifornien allgemein

Was gibt es sonst noch zu Kalifornien zu sagen. An der Küste entlang ist es wirklich sehr schön, es gibt tolle Strände und schöne Orte. Dafür ist das Inland sehr trocken, karg und heiß. Rund um San Diego fanden wir es auch super schön. Aber wie gesagt, es ist umso teurer je näher man sich an der Küste befindet.

Wir haben festgestellt, dass man die Reiserouten, die im Internet von den Reiseagenturen angeboten werden, sehr gut für die erste Kalifornien Reise oder Westküste der USA ist und man damit die schönsten Sehenswürdigkeiten abdeckt. Daran kann man sich bei der Planung gut orientieren. Da wir schon mal hier waren, haben wir jetzt nicht noch einmal den Yosemite National Park oder den Joshua Tree National Park angeschaut. Aber diese sind wirklich sehr zu empfehlen. Für jeden, der Kalifornien besucht, fast ein Muss.

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